Das Kinokränzchen leistet seinen Beitrag zur Integrationsdebatte. Sind die Ethnien, Kulturen und Religionen des Morgenlandes mit dem abendländischen Wertekanon kompatibel? Sind sie integrationsfähig und -willig? “The Mask Of Fu Manchu” (USA 1932 / Regie: Charles Brabin) beantwortet diese Fragen mit einem klaren Nein. Schlimmer noch: Die dunklen Mächte des Orients und Asiens stehen uns unversöhnlich und aggressiv feindselig gegenüber, das Schwert ist stärker als das Kopftuch und der unvermeidlichen Konfrontation werden nur die Standhaftesten der (amerikanischen) Christenheit etwas entgegenzusetzen haben. Schlechter Scherz beiseite: “The Mask Of Fu Manchu” ist ein pralles Stück satirischer Fantasy Horror, nach Roman-Motiven des esoterischen Vollspinners Sax Rohmer, und ein Paradebeispiel für die erstaunlich expliziten filmischen Ausschweifungen Hollywoods vor 1935 (dann kam der Hayes-Code und man konnte als gottesfürchtiger Amerikaner wieder unbehelligt ins Kino gehen). Folter, Sex und Art Deco, Boris Karloff als ebenso gut gelaunter wie perverser schlitzäugiger Superschurke und Myrna Loy als nymphomane Sado-Schlampe – Exploitation De Luxe ! André Breton und Luis Bunuel haben Freudentränen über diesen Film vergossen, bevor man ihn aufs Schärfste zensierte, um ihn danach bis 1972 in den Giftschrank zu sperren. Dass am 21. November um 14.30 Uhr im Werkstattkino aber die restaurierte Originalfassung läuft, ist Ehrensache…bis dann…Großmutter






