Das war schon lange überfällig. Kinokränzchen 19 präsentiert einen prototypischen Monsterschinken von der Mutter aller Horrorfilmschmieden: Universal. Die Universal Studios lösten ab 1930 den ersten großen Boom des Horror-(Ton-)Films aus und prägten mit ikonischen Klassikern wie “Dracula” (1930), “Frankenstein” (1931) oder “The Mummy” (1932) das Genre bis in die Gegenwart. “Son Of Frankenstein” (USA 1939 / Regie: Rowland V. Lee) wurde nie der Ruhm seiner Vorgänger zuteil und fristet ein unverdientes Schattendasein. Dabei darf “Son…” vielleicht als der letzte ernsthafte Horrorfilm Universals aus dieser Zeit gelten, danach wurden die Filme zunehmend billiger, alberner und schlechter (was durchaus auch seine Reize hatte!). Auch “Son…” entschärft die psychopathologischen Abgründe seiner Vorgänger zugunsten eines simplen (aber zappendusteren) Revenge-Plots, in dessen Verlauf Boris Karloff (der hier zum dritten und letzten Mal das Monster verkörperte) als gnadenloser Racheengel Tod und Verderben sät und Bela Lugosi tritt kurz vor seinem Abstieg in die Poverty Row in seiner vielleicht besten, aber mit Sicherheit düstersten Rolle auf. Und Regisseur Rowland V. Lee kreierte hier eine bleischwere Atmosphäre und einen Look, den man vielleicht am ehesten als gotischen Expressionismus beschreiben könnte. Ein wunderbar stimmungsvolles Period Piece und in vieler Hinsicht das letzte seiner Art…zu bestaunen am 6. März um 14.30 Uhr wie immer im Werkstattkino…bis dann denn…Großmutter

Son of Frankenstein – Trailer

Das war schon lange überfällig. Kinokränzchen 19 präsentiert einen prototypischen Monsterschinken von der Mutter aller Horrorfilmschmieden: Universal. Die Universal Studios lösten ab 1930 den ersten großen Boom des Horror-(Ton-)Films aus und prägten mit ikonischen Klassikern wie "Dracula" (1930), "Frankenstein" (1931) oder "The Mummy" (1932) das Genre bis in die Gegenwart. "Son Of Frankenstein" (USA 1939 / Regie: Rowland V. Lee) wurde nie der Ruhm seiner Vorgänger zuteil und fristet ein unverdientes Schattendasein. Dabei darf "Son..." vielleicht als der letzte ernsthafte Horrorfilm Universals aus dieser Zeit gelten, danach wurden die Filme zunehmend billiger, alberner und schlechter (was durchaus auch seine Reize hatte!). Auch "Son..." entschärft die psychopathologischen Abgründe seiner Vorgänger zugunsten eines simplen (aber zappendusteren) Revenge-Plots, in dessen Verlauf Boris Karloff (der hier zum dritten und letzten Mal das Monster verkörperte) als gnadenloser Racheengel Tod und Verderben sät und Bela Lugosi tritt kurz vor seinem Abstieg in die Poverty Row in seiner vielleicht besten, aber mit Sicherheit düstersten Rolle auf. Und Regisseur Rowland V. Lee kreierte hier eine bleischwere Atmosphäre und einen Look, den man vielleicht am ehesten als gotischen Expressionismus beschreiben könnte. Ein wunderbar stimmungsvolles Period Piece und in vieler Hinsicht das letzte seiner Art...zu bestaunen am 6. März um 14.30 Uhr wie immer im Werkstattkino...bis dann denn...Großmutter
 


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